Traumatherapie bei Typ II-Trauma

Diese Fortbildung richtet sich an alle, die mit Menschen arbeiten (oder arbeiten wollen), die komplexe Traumafolgestörungen aufweisen. Die Möglichkeit mit Traumapatienten zu arbeiten ist daher wichtigste Voraussetzung für die Teilnahme. Das Vorgehen baut auf den Methoden des Kurses "Traumatherapie bei Typ-I-Trauma" , d.h., kombiniert konfrontative, narrative, imaginative und kognitive Elemente. Besonders wichtig ist bei komplex traumatisierten eine gute Differentialdiagnostik (inkl. Persönlichkeitsstörungen), sowie das gemeinsame Erarbeiten eines Behandlungsplans. Zudem werden schematherapeutische und kognitive Methoden zur Behandlung von Persönlichkeitsstörungen vorgestellt und eingeübt.

Ziel der Fortbildung ist es, dass die TN diagnostisch klären können ob eine komplexe Traumafolgestörung und ggf. eine Persönlichkeitsstörung oder dissoziative Störung vorliegen, ein passendes Erklärungsmodell zu entwickeln und anhand eines vorher erarbeiteten Therapieplans strukturiert behandeln zu können.

Bei der Ausbildung hat die praktische Umsetzbarkeit des Vorgehens deutlich Vorrang vor theoretischen Erklärungen.

Umfang: 5 Blöcke plus 3 Einzeltage Supervision

Zielgruppe: Arzte/Ärztinnen, PsychotherapeutInnen, BeraterInnen, SuchttherapeutInnen im ambulanten, stationären oder beraterischen Setting

Voraussetzung
: Approbation oder eine abgeschlossene Therapieausbildung/  Möglichkeit mit komplex traumatisierten Menschen zu arbeiten/ Teilnahme am Kurs "Traumtherapie bei Typ-I-Trauma" (oder einer vergleichbaren Ausbildung. Wichtig sind praktische Erfahrungen in verschiedenen traumaverarbeitenden Methoden wie EMDR, Narrative Exposition, IRRT, o.a.)

Referent: Dipl. Psych. Ulrich Kerzbeck, Psychologischer Psychotherapeut, cert. Traumatherapie (DeGPT)

Dauer
: ca. 9 Mon.

Beginn: Fr./Sa. von 09:30 - 16:30

Medien: Demonstrationen, Videobsp. von realen KlientInnen; Filmbsp.; Powerpoint und Flipchart. Alle TN bekommen alle für die Therapie notwendigen Materialien ausgedruckt. Zusätzlich erhalten alle TN am Ende der Fortbildung eine DVD mit sämtlichen Unterlagen sowie vertiefender Literatur (Artikel, Powerpoint, etc.)

Selbsterfahrung: Die Fortbildung enthält Selbsterfahrungsanteile. Nach dem ersten Block sollten die TN an einer/m Kl. die gezeigten diagnostischen Verfahren ausprobiert haben und die Ergebnisse mitbringen, um im zweiten Block einen individuellen Therapieplan zu erarbeiten.

MindestteilnehmerInnenzahl: 6

Kosten: 1695.- € 

  • 1.Block: Vorstellen eines allgemeinen Modells zum Zusammenhang von kindlicher Entwicklung, Bindungstheorie, dissoziativer - und Persönlichkeitsstörungen; Risiko- und Schutzfaktoren; Fragebögen, Interviews, Psychoedukation)
  • 2.Block: Therapieplanung: Diagnostik, Differentialdiagnostik (Abgrenzung Borderline, dissoziative Störungen, andere Persönlichkeitsstörungen, Psychosen, sowie primäre und sekundäre Störungen). Entwicklung eines differenzierten Behandlungsplans anhand eigener Fallbeispiele (wann mache ich was, wann, warum und wie?).
  • 3.Block: Arbeit mit Persönlichkeits - bzw. Beziehungsstörungen; Stühlearbeit aus der Schematherapie; Kognitive Therapiemethoden
  • 4.Block: Arbeit mit schweren dissoziativen Störungen (DIS, NNBDS); Einführung in das Modell  der strukturellen Dissoziation (van der Hart, Nijenhuis, Steele)
  • 5. Wie bleibe ich gesund? Wie soll das Leben weitergehen, wenn die Therapie (erfolgreich) beendet ist? Selbstfürsorge und Resilienz für TherapeutInnen und KlientInnen
  • 6. Supervision - Vorstellen von Praxisfällen als Video-/Audiobsp.
  • 7. Supervision - Vorstellen von Praxisfällen als Video-/Audiobsp.
  • 8. Supervision - Vorstellen von Praxisfällen als Video-/Audiobsp.

Erwerb einer Bescheinigung „Traumatherapie bei Typ II-Trauma“ bei Vorlage von 2 vollständig dokumentierten Fällen (konkretes Vorgehen in den einzelnen Sitzungen), inkl. Video/Audiobsp.

Termine:

  • 1. Block: 09.- 10.03.2018
  • 2. Block: 13.- 14.04.2018
  • 3. Block: 04.- 05.05.2018
  • 4. Block: 08.- 09.06.2018
  • 5. Block: 06.07.2018
  • 6. Supervision: 07.09.2018
  • 7. Supervision: 12.10.2018
  • 8. Supervision: 09.11.2018

 

  • Hinweis: Die Fortbildung ist keine Psychotherapie und kann eine solche auch nicht ersetzen.
  • Da ich akkreditierter Supervisor der PTK für VT bin, können an den Supervisionstagen Fortbildungspunkte angerechnet werden.
  • Nach der schriftlichen Anmeldung bekommen Sie ein Bestätigunsschreiben mit den Zahlungsmodalitäten zugesandt.

 

Interessierte können sich ab sofort telefonisch oder per email anmelden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf 6-15 TeilnehmerInnen.

  • Wir akzeptieren auch Bildungsschecks!

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